NZZ am Sonntag Wieso Bio-Plastic dem Meer nicht hilft

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“Schliesslich winkt die EU mit finanziellen Anreizen zur Entwicklung von Kunststoffen, die keine Umweltbedrohung darstellen. Daran forscht die Industrie schon seit Jahren, und ein paar gute Materialien für Textilien oder Lebensmittelverpackungen sind entwickelt. Auch Chemieriesen wie Dow und BASF haben solche Programme. Doch die Produkte fristen ein Dasein in der Nische.

«Wir haben über Jahre versucht, führende Industrieanbieter für den Einsatz ökologisch unbedenklicher Kunststoffe zu gewinnen», sagt Albin Kälin. Er ist Geschäftsführer von EPEA Switzerland, einem Beratungsunternehmen, das den strengen Cradle-to-Cradle/Kreislaufansatz propagiert. «Wir wurden immer belächelt. Jetzt gibt uns die EU mit ihren Vorgaben recht.»

Für Kälin führt kein Weg am Zwang vorbei, Kunststoffe für den Einsatz im Konsumbereich so zu entwickeln, dass sie rückstandsfrei kompostiert werden können. «Recycling wird nie so vollständig funktionieren, dass alle Stoffe zurückgeholt werden können. In vielen Ländern gibt es keine oder schlecht funktionierende Müllabfuhrsysteme. Was im Meer und der freien Natur landet, muss sich dort nach einer gewissen Zeit in Biomasse auflösen ohne Gift freizusetzen.»

Wichtig dabei, und verwirrend für den Konsumenten: Es kommt nicht auf den Ausgangsstoff – Erdöl oder Pflanze – an bei der Frage, ob sich ein Kunststoff kompostieren lässt. Das deutsche Startup Bayonix hat zum Beispiel eine aus Erdöl gewonnene, mehrfach rezyklierbare und wenn nötig rückstandsfrei kompostierbare Trinkflasche für Sportler auf dem Markt. Die EU-Prüfung für Lebensmittelsicherheit bescheinigt, dass sie keinerlei giftige Chemikalienspuren ins Getränk abgibt – im Gegensatz zu den üblichen Pet-Flaschen”

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Website von Bayonix.